Stornos und Nachbearbeitungen mit bargeldlosen Vorgängen bearbeiten

In der Gastronomie ist es völlig normal, dass Vorgänge nachträglich bearbeitet werden müssen – etwa weil Gäste den Zahlungstyp ändern, Belege gesplittet werden sollen oder erst später der Wunsch nach Kartenzahlung geäußert wird. Genau hier entstehen jedoch Risiken, wenn Zahlungsterminals nicht mit dem POS-System verbunden sind oder wenn Bediener Abläufe falsch durchführen.

Wird der Zahlungsweg manuell am POS korrigiert, obwohl ursprünglich eine kartengestützte Zahlung vorgesehen war, kann dies zu:

  • fehlenden Zuordnungen zwischen Tisch, Bediener und Zahlung

  • unvollständigen Trinkgeldaufzeichnungen

  • Inkonsistenzen zwischen Terminal und Kasse

  • Daten, die bei einer Prüfung schwer nachvollziehbar sind

Besonders kritisch:

Eine bargeldlose Zahlung nach dem Tagesabschluss oder ohne korrekte Verbindung zum POS kann die lückenlose Dokumentation beeinträchtigen. Das bedeutet nicht automatisch ein Fehlverhalten – aber es kann Rückfragen nach sich ziehen, die unangenehm werden können. Gerade Trinkgelder sind hier sensibel: Sie müssen nachweislich direkt vom Gast an den Mitarbeitenden erfolgen, um steuerfrei zu bleiben. Ohne klare Zuordnung zwischen Zahlung, Tisch und Bediener besteht das Risiko, dass diese Steuerfreiheit infrage gestellt wird.

Best Practice: Zahlungskorrekturen und Stornos bei bargeldlosen Zahlungen korrekt durchführen

Warum integrierte Zahlungsterminals unverzichtbar sind

Wenn POS und Zahlungsterminal miteinander kommunizieren, werden alle Vorgänge:

  • automatisch synchronisiert

  • korrekt verbucht

  • eindeutig Tisch und Bediener zugeordnet

  • steuerlich sauber dokumentiert

Fehlerhafte händische Nachbearbeitungen werden dadurch weitgehend ausgeschlossen.

In Betrieben ohne Integration dagegen hängt sehr viel vom Bediener ab – und damit steigt das Risiko für Fehler im Betriebsablauf und in der Dokumentation.

Best Practice: Kartenzahlungen richtig stornieren

Ein häufiger Fehler: Bediener stornieren Kartenzahlungen direkt am Terminal, obwohl das Terminal eigentlich an die Kasse angebunden ist. Das führt zu fehlenden Daten, die am Ende nicht mehr zusammenpassen.

Richtig ist:

Storno immer im POS, mPOS oder PayPOS durchführen. Der POS löst automatisch die passende Aktion am Terminal aus. Je nach Terminal kann es erforderlich sein, die Karte des Gastes erneut einzulesen (Hinweise erscheinen auf dem Terminal-Display). Bediener sollten diese Abläufe klar trainiert bekommen. Nicht jedes Terminal kann solche Fehlbedienungen vollständig verhindern – deshalb ist die Schulung entscheidend.

Nachträgliche bargeldlose Zahlung bei bereits abgeschlossenem Vorgang

Wenn ein Vorgang (versehentlich) BAR abgeschlossen wurde, der Gast aber bargeldlos zahlen möchte, gibt es sichere Wege:

  • Vorgang öffnen

  • Vorgänge bearbeiten

  • Zahlungsart ändern auswählen

  • bargeldlose Zahlung ordnungsgemäß am Terminal durchführen lassen

Damit bleiben Zahlungswege nachvollziehbar und korrekt dokumentiert.

Für komplexe Abläufe können zusätzlich folgende Funktionen unterstützen:

Sie sorgen dafür, dass jeder Vorgang mit dem richtigen Belegtyp und dem richtigen Zahlungsweg abgeschlossen wird.

Fazit

Eine saubere, nachvollziehbare Dokumentation von bargeldlosen Zahlungen ist heute unverzichtbar – nicht nur für das Controlling, sondern auch für eine belastbare, prüfungssichere Buchführung. Mit integrierten Zahlungsterminals und klaren Abläufen stellen Sie sicher:

korrekte Daten

eindeutige Zuweisung

fehlerfreie Trinkgeldzuordnung

schnelle Nachvollziehbarkeit bei Rückfragen

professionellen, sicheren Betriebsablauf

Richtig angewendet schützen diese Best Practices Sie, Ihre Mitarbeitenden und Ihr Unternehmen.


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